Mittwoch, 9. August 2017

Emi's World Literature List #19

Mit dem Abarbeiten meiner Liste geht es weiter! Es ist einfach so, dass es bei der Originalliste immer langsamer vorangehen wird, zum einen weil nicht mehr viele Bücher übrig sind, die es in meiner Bücherei gibt, die anderen müsste ich mir also noch selbst kaufen, zum anderen sind diese restlichen Bücher nun alle relativ umfangreich... Ja, zu einem dünneren Buch greift man in der Regel doch etwas schneller.

In den letzten (nicht ganz) zwei Wochen habe ich mich mit einem weiteren Buch beschäftigt, nämlich mit "Berlin Alexanderplatz" von Alfred Döblin. Es war wieder einmal so, dass ich gar nicht so genau wusste, was da auf mich zukommt. Die Geschichte, die hier erzählt wird, ist die von Franz Biberkopf, einem Mörder, der gerade frisch aus dem Gefängnis entlassen, zurück nach Berlin kommt und nun eigentlich ein anständiges Leben leben möchte, aber dann widerfahren ihm verschiedene Dinge, die ihn wieder aus der Bahn werfen.

Die Geschichte an sich war vielleicht ja auch noch interessant, nicht wirklich, aber vielleicht als Abbild eines Berlin - übrigens gilt das Buch auch als der Großstadtroman in der deutschen Literatur - der 1920er Jahre, einer der eben die Kehrseite der goldenen Jahre zeigt. Aber der Schreibstil war einfach nur furchtbar! Sehr umgangssprachlich bzw. der gesprochenen Sprache und zwar des Berlinerischen nahe - aber dadurch wirklich schlecht lesbar, zumindest für mich. Für mich war das absolut nichts!

current Music: Jessica Jung, Summer Storm

Donnerstag, 3. August 2017

Emi's World Literature List #10

Manchmal frage ich mich, warum ich das mache, all diese Bücher zu lesen, die mich nicht wirklich (und wen eigentlich?) interessieren. Unzählige Bücher, die von irgendeiner Bedeutung sind, auf eine Liste zu schreiben, ist leicht, aber diese Liste dann abzuarbeiten... Versteht mich nicht falsch, bei sehr vielen Bücher bin ich froh, dass ich mich durch diese Liste daran gemacht habe, sie zu lesen, weil mir sonst tatsächlich etwas entgangen. Aber bei manchen Büchern artet es geradezu in Arbeit oder sogar in Qual aus, sie durchzulesen. 

Eins von diesen war definitiv „Der Mann ohne Eigenschaften“ von Robert Musil. Dabei handelt es sich um einen unglaublich umfangreichen Opus, der sogar noch unvollständig ist, weil Musil starb, bevor er sein Werk vollenden konnte.

Da ich Musils „Die Verwirrungen des Zöglings Törleß“ bereits gelesen hatte, wie für wahrscheinlich viele von euch war das eine meiner Schullektüren, da war es ja fast vorprogrammiert, dass mir dieses Buch nicht gefiel. Aber zurück zu „Der Mann ohne Eigenschaften“, in dem es irgendwie um alles und nichts ging bzw. gab es viele essayartige Einschübe über ja, alles und nichts, durch die man sich quälen muss (oder auch nicht, man kann es auch wirklich sein lassen). Die Kapitel, in denen tatsächlich etwas passierte bzw. in denen es nicht um dieses abgedrehte Gefasel ging, waren sogar ganz interessant, auch wenn es durch Musils sehr ausladenden Schreibstil wirklich ewig dauert, auch nur eine Seite zu lesen.

Für mich war dieses Buch eine sehr quälende Aktivität und ich bin mehr als froh, es abgeschlossen zu haben. Und ich kann euch nur empfehlen, es nicht zu lesen, außer ihr müsst es aus welchem Grund auch immer, in dem Fall tut ihr mir sehr leid und ich wünsche euch einen langen Atem – den werdet ihr brauchen! Also: man „muss“ nicht alles lesen, nur weil es als Klassiker bezeichnet wird!

current Music: Dreamcatcher, Fly High