Donnerstag, 12. Oktober 2017

Consideration?!

Stellt euch vor, ihr geht, euer Fahrrad schiebend, hinter jemandem her, der sehr eindeutig humpelt und daher langsam unterwegs ist. Was macht ihr?
Genau, ihr schreit den Menschen von hinten an, dass er schneller machen soll und rammt ihm den Vorderreifen eures Fahrrads ins Bein...

Genau das ist mir heute passiert!
Ich kann wahrscheinlich noch von Glück sagen, dass mich der Stoß nicht umgeworfen hat und dass er gegen das nicht ganz so schlimme Bein erfolgte. Ich will mir auch gar nicht vorstellen, was hätte passieren können, wenn.

Mir fehlen da wirklich einfach die Worte! Was sagt man denn auch in so einer Situation?
Und was ist das für eine Welt, in der wir leben? Kann man wirklich, selbst wenn man es vielleicht eilig hat, ein wenig Rücksicht auf jemanden nehmen, der tatsächlich nicht anders kann? In solchen Momenten zweifelt man einfach nur noch an der Menschheit.
Bisher ist mir so etwas noch nie passiert, bei humpelnden, kranken oder alten Menschen hat man in der Regel doch etwas mehr Geduld. Ja, anscheinend nicht alle...

Okay, sorry meine Lieben, das musste einfach mal raus, ich war einfach so empört und ja, verletzt heute. Demnächst geht es hoffentlich wieder um erfreulichere Dinge...

Sonntag, 8. Oktober 2017

Emi's World Literature List #72

Die Nummer 72 auf meiner Liste nimmt eins der unvollendeten Werke Jane Austens ein, "Lady Susan". Dieses ist auch im Gesamtwerk Austens ein Außenseiter, zum einen ist es ein Briefroman, zum anderen ist die Protagonistin hier keine typische Austen-Heldin. Es handelt sich um die schon etwas ältere (gut, 35 ist nicht alt, aber im Gegensatz zu Lizzie Bennett, etc. ist sie eben doch 'älter') und verwitwete Lady Susan. Auch im Charakter unterscheidet sie sich sehr deutlich von den anderen, sie ist eine berechnende, intrigante und manipulierende, lieblose Frau. Auch in diesem Werk erkennt man Austens schriftstellerisches Talent und vor allem ihre Ironie. Für alle, die Austens Romane lieben, sind die unvollendeten Werke, neben "Lady Susan" sind das "Die Watsons" und "Sandition" (vor allem Letzteres beginnt sehr interessant und ich würde zu gerne wissen, wie sich da die Geschichte weiterentwickelt...), eine nette Ergänzung, die man sich mal anschauen kann. Jedenfalls habe ich alle drei sehr gerne gelesen. (Und auch die Jugendwerke Jane Austens kann ich, wenn wir mal beim Thema sind, nur empfehlen - ich habe lange nicht mehr so viel gelacht beim Lesen!)

current Music: Winner, Love Me Love Me

Donnerstag, 14. September 2017

Emi's World Literature List #14

Für meinen letzten beendeten Titel meiner Liste brauchte ich recht lange, allerdings handelt es sich dabei auch um ein sehr umfangreiches, dreibändiges Werk. Es handelt sich um "Der Archipel Gulag" von Alexander Solschenizyn, ein historisch-literarisches Werk, worin er die Geschichte der sowjetischen Straflager dokumentiert - und gleichzeitig auch kritisiert. Erzählt wird von der Unterdrückung und Entmenschlichung in den so genannten Arbeits- und Umerziehungslagern während der Stalin- und Chruschtschow-Zeit. Der Autor selbst geriet in dieses System und erlebte Gefängnis, Lagerwelt und Verbannung. Nach Veröffentlichung des "Archipel Gulag" wurde er auch aus der Sowjetunion verbannt.

Kein leicht zu lesendes Werk, es ist sogar recht mühsam, weil es eine so bedrückende Chronik von Gewalt und Unterdrückung ist. Auf jeden Fall erfährt man dabei vieles über eine Zeit und über ein System, über das man, in der Regel zumindest, nicht viel weiß. Mir ging es jedenfalls so und daher empfinde ich es als lohnend, sich hier durchzukämpfen. Man braucht aber viel Zeit und Konzentration dafür!

current Music: Winner, Island (Absolutely in love with this song! I could listen to it all day long...)

Freitag, 8. September 2017

Just there...

Copyright by Jan-Emi!!!

current Music: VIXX LR, Whisper

Mittwoch, 9. August 2017

Emi's World Literature List #19

Mit dem Abarbeiten meiner Liste geht es weiter! Es ist einfach so, dass es bei der Originalliste immer langsamer vorangehen wird, zum einen weil nicht mehr viele Bücher übrig sind, die es in meiner Bücherei gibt, die anderen müsste ich mir also noch selbst kaufen, zum anderen sind diese restlichen Bücher nun alle relativ umfangreich... Ja, zu einem dünneren Buch greift man in der Regel doch etwas schneller.

In den letzten (nicht ganz) zwei Wochen habe ich mich mit einem weiteren Buch beschäftigt, nämlich mit "Berlin Alexanderplatz" von Alfred Döblin. Es war wieder einmal so, dass ich gar nicht so genau wusste, was da auf mich zukommt. Die Geschichte, die hier erzählt wird, ist die von Franz Biberkopf, einem Mörder, der gerade frisch aus dem Gefängnis entlassen, zurück nach Berlin kommt und nun eigentlich ein anständiges Leben leben möchte, aber dann widerfahren ihm verschiedene Dinge, die ihn wieder aus der Bahn werfen.

Die Geschichte an sich war vielleicht ja auch noch interessant, nicht wirklich, aber vielleicht als Abbild eines Berlin - übrigens gilt das Buch auch als der Großstadtroman in der deutschen Literatur - der 1920er Jahre, einer der eben die Kehrseite der goldenen Jahre zeigt. Aber der Schreibstil war einfach nur furchtbar! Sehr umgangssprachlich bzw. der gesprochenen Sprache und zwar des Berlinerischen nahe - aber dadurch wirklich schlecht lesbar, zumindest für mich. Für mich war das absolut nichts!

current Music: Jessica Jung, Summer Storm

Donnerstag, 3. August 2017

Emi's World Literature List #10

Manchmal frage ich mich, warum ich das mache, all diese Bücher zu lesen, die mich nicht wirklich (und wen eigentlich?) interessieren. Unzählige Bücher, die von irgendeiner Bedeutung sind, auf eine Liste zu schreiben, ist leicht, aber diese Liste dann abzuarbeiten... Versteht mich nicht falsch, bei sehr vielen Bücher bin ich froh, dass ich mich durch diese Liste daran gemacht habe, sie zu lesen, weil mir sonst tatsächlich etwas entgangen. Aber bei manchen Büchern artet es geradezu in Arbeit oder sogar in Qual aus, sie durchzulesen. 

Eins von diesen war definitiv „Der Mann ohne Eigenschaften“ von Robert Musil. Dabei handelt es sich um einen unglaublich umfangreichen Opus, der sogar noch unvollständig ist, weil Musil starb, bevor er sein Werk vollenden konnte.

Da ich Musils „Die Verwirrungen des Zöglings Törleß“ bereits gelesen hatte, wie für wahrscheinlich viele von euch war das eine meiner Schullektüren, da war es ja fast vorprogrammiert, dass mir dieses Buch nicht gefiel. Aber zurück zu „Der Mann ohne Eigenschaften“, in dem es irgendwie um alles und nichts ging bzw. gab es viele essayartige Einschübe über ja, alles und nichts, durch die man sich quälen muss (oder auch nicht, man kann es auch wirklich sein lassen). Die Kapitel, in denen tatsächlich etwas passierte bzw. in denen es nicht um dieses abgedrehte Gefasel ging, waren sogar ganz interessant, auch wenn es durch Musils sehr ausladenden Schreibstil wirklich ewig dauert, auch nur eine Seite zu lesen.

Für mich war dieses Buch eine sehr quälende Aktivität und ich bin mehr als froh, es abgeschlossen zu haben. Und ich kann euch nur empfehlen, es nicht zu lesen, außer ihr müsst es aus welchem Grund auch immer, in dem Fall tut ihr mir sehr leid und ich wünsche euch einen langen Atem – den werdet ihr brauchen! Also: man „muss“ nicht alles lesen, nur weil es als Klassiker bezeichnet wird!

current Music: Dreamcatcher, Fly High

Mittwoch, 26. Juli 2017

Still here.

Inzwischen ist klar, dass ich im Juli kein Listenbuch werde beenden können. Zwar lese ich schon geraume Weile an einem, aber da es unglaublich dick ist und sich dazu noch nur sehr langsam lesen lässt, werde ich da auch noch länger mit beschäftigt sein, ich habe noch etwas über ein Drittel vor mir... Es ist wirklich deprimierend! Ich hoffe nur, dass mich dieses Buch nicht wieder in eine totale Leseflaute stürzen wird!

Copyright by Jan-Emi!!! #nofilter

current Music: Dreamcatcher, Lullaby